FAQ Soforthilfe-Darlehen des Freistaates Sachsen

 

1. Wie sind weiterlaufende Betriebsausgaben definiert - steuerlich (also gewinnmindernd) oder zahlungsorientiert (neben Erstgenannten auch Tilgungen, Anzahlungen für zukünftige Lieferungen/Leistungen etc.)?

Antwort SMWA:

Die weiterlaufenden Betriebsausgaben sind zahlungsorientiert definiert.

 

2. Fallen weitergezahlte Gehälter von Geschäftsführern von Kapitalgesellschaften unter den Begriff weiterlaufende Betriebsausgaben?

Antwort SMWA: Ja.

 

3. Fallen Zahlungen (Anzahlungen oder auch Zahlungen auf Rechnungen für Leistungen) an Lieferanten/Dienstleistungserbringer aufgrund von bestehenden (vor der Krise abgeschlossenen) Verträgen unter weiterlaufende Betriebsausgaben?

Antwort SMWA: Ja.

 

4. Fällt die Zahlung von vor der Krise entstandenen Lieferantenverbindlichkeiten unter den Liquiditätsbedarf, für die in der Krise keine Chance besteht, diese mit Umsatzeinnahmen zurück zu führen, weil kein Umsatz erzielt wird? (Zum Beispiel Verbindlichkeiten für kurz vor der krisenbedingten Schließung eingekaufte Ware)

Antwort SMWA: Ja.

 

5. Wie sind Liquiditätsreserven der Unternehmen zu bewerten? Sprich, wenn in der Vergangenheit ausreichend Liquidität in den Rücklagen angesammelt worden ist, um den Liquiditätsbedarf der kommenden 4 Monate zu decken.

Antwort SMWA:

Wenn Liquiditätsreserven angesammelt worden sind, die nicht zu anderen Zwecken (wie z.B. für investive Maßnahmen oder sonstige betriebsbedingte Ausgaben) eingeplant worden sind, sind diese vorrangig zu nutzen.

Nachfrage 5.a: Wenn Liquiditätsreserven angesammelt worden sind, die nicht zu anderen Zwecken (wie z.B. für investive Maßnahmen oder sonstige betriebsbedingte Ausgaben eingeplant worden sind, sind diese dann vorrangig zu nutzen?

Antwort SMWA, Aktualisierung vom 23.04.2020:

Nein.

 

6. Haben bisher nicht ausgeschöpfte Kontokorrentlinien bei Banken Auswirkung auf den Liquiditätsbedarf? Sind diese vor der Gewährung des Darlehens in Anspruch zu nehmen?

Antwort SMWA, Aktualisierung vom 23.04.2020:

Nein

 

7. Sind Stundungsmöglichkeiten, beispielsweise von Steuerzahllasten, vorrangig zu nutzen?

Antwort SMWA: Nein.

 

8. Wie ist folgender Passus auf der Website der SAB zu werten: "Bei Einzelunternehmen/Solo-Selbstständigen und Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft kann der Unternehmerlohn gefördert werden, wenn dieser in den nächsten vier Monaten 6.500 EUR nicht übersteigt". Wie ist der entgehende Unternehmerlohn zu bemessen? 1/3 vom Vorjahresgewinn? Sind die 6.500 € kumuliert für den gesamten Zeitraum gemeint? Darf der antragsberechtigte Einzelunternehmer Mitarbeiter beschäftigen oder muss er solo tätig sein?

Antwort SMWA:

6.500 Euro sind kumuliert für 4 Monate gemeint; die Höhe des Unternehmerlohns sollte anhand der üblichen monatlichen „Löhne“ bemessen werden, deren Summe von vier Monaten der Deckelung unterliegt. Der Einzelunternehmer darf auch Mitarbeiter beschäftigen.

 

9. Ist für eine gewissenhafte Einschätzung des Liquiditätsbedarfs eine vollständige Liquiditätsplanung erforderlich? Hierüber verfügen viele der Unternehmen mit 10 bis 100 Mitarbeitern bisher nicht. Die Probleme bei der Erstellung einer solchen Liquiditätsplanung auf der Grundlage der derzeitigen wirtschaftlichen Unwägbarkeiten liegen auf der Hand.

Antwort SMWA:

Eine vollständige Liquiditätsplanung ist nicht zwingend erforderlich; es handelt sich um einen eingeschätzten Liquiditätsbedarf auf der Basis einer Plausibilisierung verfügbarer vergangenheitsbezogener Unterlagen oder/und Angaben des Unternehmers.

 

Diese FAQ werden fortlaufend ergänzt.