21.09.2021 | Meldungen, 2021

Sachsens Steuerberaterkammer feiert 30-jähriges Jubiläum

Dirk Rose, Präsident der Steuerberaterkammes des Freistaates Sachsen (SBK) gemeinsam mit Prof. Dr. Hartmut Schwab (Präsident der Bundessteuerberaterkammer) und Thomas Popp, Staatssekretär und Mitglied der sächsischen Staatsregierung

Seit nunmehr 30 Jahren stehen die ca. 2.500 sächsischen SteuerberaterInnen den Menschen und Unternehmen des Freistaates Sachsen mit Ihrer Kompetenz in Sachen Finanzen und Steuern zur Seite. Die Steuerberaterkammer (SBK) hat diese Arbeit und ihre Gründung nun bei einem Festakt in Dresden gefeiert und gewürdigt.

Präsident Rose: "Auf das Erreichte können wir stolz sein"

"Auf die Entwicklung von Beruf und Kammer in den letzten 30 Jahre können wir alle stolz sein", sagte Dirk Rose, Präsident der Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen am Freitag, 10. Juni 2021 in Dresden. "Vor allem freut es mich, dass sich unser Berufsstand vom Helfer in Steuersachen zu einem Organ der Steuerrechtspflege entwickelt hat", erklärte Präsident Dirk Rose vor den rund 80 geladenen Gästen aus Branche sowie Politik und Verwaltung. "Mittlerweile übernehmen Steuerberater Aufgaben des Staates, so zum Beispiel in Fragen der Covid-Beihilfen als prüfende Dritte. Das ist eine gute und richtige Entwicklung, die uns mit Stolz erfüllt. Gleichzeitig sind wir uns unserer Verantwortung bewusst." In seiner Rede wies er auch darauf hin, dass die Zusammenarbeit der letzten 1,5 Jahre von Freistaat, SBK und Finanzverwaltung sehr lobenswert war und ist. "Ich wünsche mir im Namen meiner Kollegen, dass wir auch die nächsten Jahre weiterhin so gut mit Freistaat und Finanzverwaltung zusammenarbeiten. Die Herausforderungen der Zukunft schaffen Freistaat, Finanzverwaltung und der Berufsstand nur gemeinsam.", so der Präsident.

Freistaat betont Relevanz: "Steuerberater sind kompetent und zuverlässige Partner

"Besonders in der Corona-Pandemie waren und sind Sachsens Steuerberater wie ein Lotse für ihre Mandanten da und oftmals deren erste Ansprechpartner. Sie sind auf ordnungspolitischer Ebene tätig und damit auch für uns als Freistaat Sachsen seit gut 30 Jahren kompetente und zuverlässige Partner", erklärte Thomas Popp, Staatssekretär und Mitglied der sächsischen Staatsregierung im Rahmen des Festaktes. "So brachte beispielsweise die Beteiligung der Angehörigen der steuerberatenden Berufe bei der Antragsstellung der Corona-Hilfen als "prüfende Dritte" eine enorme Kraftanstrengung für die Branche mit sich. Die Steuerberater haben mitgeholfen, die Unternehmen, die vom Lockdown betroffen waren, über Wasser zu halten und dabei Außerordentliches geleistet. Im Namen der Staatsregierung bedanke ich mich für die bisherige vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünsche für das vierte Jahrzehnt der Steuerberaterkammer weiterhin viel Erfolg", sagte Staatssekretär Thomas Popp weiter.

Digitalisierung: "Besser heute machen als morgen"

Auch Prof. Dr. Hartmut Schwab, Präsident der Bundessteuerberaterkammer, überbrachte persönlich Glückwünsche. Dabei wies er auf die besondere Rolle der Vorbehaltsaufgaben von Steuerberaterin im Kontext aktueller Bestrebungen der europäischen Kommission hin. Zudem betonte er die Wichtigkeit und Chancen der Digitalisierung - für die Wirtschaft im Allgemeinen und die Steuerberater im Besonderen. Dabei appellierte er an die anwesenden Berufskollegen "Nützen Sie jede Innovation. Besser heute machen als morgen. Das stellt Sie krisensicherer auf. Am besten nehmen Sie dabei auch Ihre Mandanten mit." Am Ender seiner Rede forderte er die Steuerberater noch einmal auf, solche Jubiläen als einen Anlass zu sehen, um "das Miteinander zu stärken und in die Zukunft mitzunehmen."

Bedeutung von Steuerberatung wächst

Nicht nur bei der Gründung und dem Wachstum von Unternehmen sind SteuerberaterInnen essenziell, sie stellen auch in Krisensituationen ihre Bedeutung und Leistungsfähigkeit unter Beweis. Besonders die Corona-Pandemie hat einen großen Bedarf an SteuerberaterInnen aufgezeigt, da sie als wichtige und oftmals erste Ansprechpartner bei der Antragstellung der Corona-Hilfen fungierten.

Während die Steuerberaterkammer im Jahr 1991 insgesamt 983 Mitglieder zählte, sind es heute ca. 2.500. Diese Entwicklung hält trotz technischer Hilfsmittel und automatisierter Prozesse an.

Zukunft der Branche

Mit dem hohen Bedarf an SteuerberaterInnen geht auch die Suche nach Nachwuchskräften einher. Aktuelle Ausbildungszahlen zeichnen ein klares Bild: der Personalbedarf lässt sich gerade so decken. Zentrale Herausforderung der Branche ist daher das Werben um den Berufsnachwuchs (Steuerberater, Steuerfachangestellte als zentrale Stütze in den Kanzleien). Zudem erfordert die Digitalisierung von Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung andauernde Innovations- und Anpassungsbereitschaft der Steuerberaterbranche, gerade im Hinblick auf den vertraulichen Datenaustausch zwischen Mandanten und Finanzverwaltung. Hier möchte sich die Kammer in Zukunft noch stärker als Ansprechpartner für Politik und Verwaltung im Freistaat Sachsen positionieren.