Information Seminarplanung

Aufgrund der aktuellen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie finden fast alle Seminare als Web-Seminar statt. Bitte achten Sie auf die Durchführungsart im jeweiligen Seminar.

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Seminare & Workshops

Web-Seminar: Betriebliche Altersvorsorge


04.05. ‐ 05.05.2021
09:00 ‐ 12:00 Uhr
Web-Seminar: Online über Registrierungslink verfügbar 220 €

Hinweis

Das Web-Seminar wird in zwei Teilen am 04. und 05. Mai 2021 von jeweils 09:00-12:00 Uhr angeboten, damit inhaltlich und zeitlich keine Kürzung erfolgen muss.


Referent: Andreas Sprenger

Diplom-Finanzwirt


Seminarinhalt

Betriebliche Altersvorsorge (bAV) rechnet fast jeder von uns ab – meistens als Entgeltumwandlung. Hat man die entsprechenden Werte im Lohnprogramm (richtig) angelegt, übernimmt die Software ohne weiteren monatlichen Eingriff zuverlässig die Abrechnung. Demzufolge ist die bAV kein Thema, mit dem man sich monatlich beschäftigen muss, man verlässt sich auf die Software.

Zu Unrecht gilt das Thema als kompliziert und unübersichtlich. Mit dem Seminar soll erreicht werden, dass Sie sich im Thema bAV sicher fühlen – und Sie die Fragen der Mandanten, aber auch der Arbeitskollegen gelassen beantworten können. Fehler beim Anlegen der Lohnarten, die später zur Nachforderung vom Lohnsteuer oder Sozialversicherung führen, werden vermieden. Zudem ist die bAV auch ein Beratungsfeld, mit dem man Mandanten an das Steuerbüro binden kann. Besprochen werden auch die Vor- und Nachteile der bAV, z.B. im Hinblick auf die spätere Auszahlung

 

Das Seminar richtet sich an Sachbearbeiter im Lohnbereich, die einen praktischen, umfassenden Überblick über das Thema betriebliche Altersvorsorge in der Abrechnungspraxis erhalten wollen.

Seminarinhalte:

1. Arbeitsrechtlicher Kurzüberblick: Welche Mitarbeiter haben nach dem Betriebsrentengesetz (BetrAVG) Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge, wer bestimmt den Anbieter, welche Haftungsrisiken hat der Arbeitgeber – auch z.B. bei der Weiterführung einer bAV des vorherigen Arbeitgebers

 

2. Durchführungswege in der bAV: Vor – und Nachteile der Durchführungsformen Pensionskasse, Pensionsfonds, Direktversicherung im Vergleich zur Unterstützungskasse und Direktzusage

 

3. Wie wirken sich die Durchführungswege auf die LSt und die SV aus

Erläutert werden die Freibeträge des § 3 Nr. 63 EStG (aktuell 6.816 €) und der Sozialversicherung (3.408 €) sowie die Auswirkungen einer Entgeltumwandlung z.B. auf die gesetzliche KV-Pflicht des Mitarbeiters oder auf den sv-rechtlichen Status (z.B. Eintritt in den Übergangsbericht). Vorgestellt werden auch sinnvolle Gestaltungen sowie die Frage, ob man bei einem Minijob bAV einsetzen kann.

 

4. Voraussetzungen für die Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 63 EStG

Ein richtig spannendes Thema: Die Steuerfreiheit hängt von vielen Voraussetzungen ab, die in der Praxis häufig übersehen werden. Auch für die Arbeitnehmer, die ein bAV haben, sind häufig überrascht, wie sehr die Auszahlung der steuerlich begünstigten BAV eingeschränkt ist.

5. Pauschalierung mit 20%: Seit 2018 ist die LSt-Pauschalierung der bAV mit 20% zu neuem Leben erwacht. Für manche Arbeitnehmer eine interessante Gestaltung, um trotz Steuervorteil die nachgelagerte Besteuerung zu vermeiden.

 

6. Arbeitgeber-Zuschuss von 15% bei Entgeltumwandlung: Deadline 31.12.2021: ab 2022 erhalten alle Arbeitnehmer mit Entgeltumwandlung einen 15%- Zuschuss des Arbeitgebers. Die praktische Umsetzung ist gar nicht so einfach: Kann man die 15% in die bestehende bAV einbauen (selten), soll man über die 15% einen weiteren Vertrag abschließen (aufwändig) – oder ändert man einfach die Aufteilung der Beiträge zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer?

 

7. Staatliche Förderung für den Arbeitgeber: der 30% Förderbetrag

Der Gesetzgeber hat die Förderung 2021 nochmals erweitert – aber es bleibt eine komplizierte Rechtslage. Vor allem die Frage, für welche bAV-Verträge der Arbeitgeber die Förderung bekommt, wann Arbeitnehmer als „einkommenschwach“ gelten – und wann eine zusätzliche Arbeitgeberleistung vorliegt, muss der Abrechner kennen, um böse Überraschungen im Rahmen von LSt-Prüfungen auszuschließen.