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109. Bundeskammerversammlung am 15. und 16. April 2024 in Münster

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BStBK-Präsident Hartmut Schwab eröffnete die 109. Bundeskammerversammlung in Münster. Zu Beginn der Tagung richtete der nordrhein-westfälische Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk ein Grußwort an die Delegierten. Der Minister dankte dem Berufsstand für sein enormes Engagement rund um die Corona-Wirtschaftshilfen. In seinem Grußwort analysierte er die aktuelle Wirtschaftslage in Deutschland und schilderte die Anstrengungen der Finanzverwaltung bei dem Projekt KONSENS. Bei der Grundsteuer rechnet der Minister mit Belastungsverschiebungen für die Steuerpflichtigen, insbesondere zwischen Gewerbe- und Wohnflächen. Weiter berichtete der Minister von der Arbeit des Landesamtes zur Bekämpfung von Finanzkriminalität und den Überlegungen zur Schaffung einer harmonisierten Regelung zur steuerlichen Behandlung von Homeoffice bei Grenzpendlern.

Im Anschluss an das Grußwort widmeten sich die Delegierten u.a. der Weiterentwicklung der Steuerberaterprüfung, der Steuerberaterplattform und der Imagekampagne für Steuerfachangestellte.

Mit der Weiterentwicklung der Steuerberaterprüfung soll die Nachwuchsgewinnung verbessert und die Zukunft des Berufsstandes in Zeiten des demografischen Wandels und einer sich rapide verändernden Ausbildungslandschaft gesichert werden. Ein wesentlicher Eckpunkt ist eine Modularisierung der Prüfung.

Zur Steuerberaterplattform berichtete das Präsidium zum aktuellen Stand der Registrierungen und informierte über weitere Anwendungsfälle, die sogenannten Use Cases. Als erstes ist dabei die Anbindung an den Bundesanzeiger zu nennen. Dazu sind die technischen Voraussetzungen geschaffen worden, allein die erforderlichen Regelungen befinden sich noch im Gesetzgebungsprozess. Ferner nimmt die Anbindung an ELSTER konkretere Formen an. Damit soll die synchronisierte Kommunikation mit der Finanzverwaltung ermöglicht werden. Ein weiterer Use Case wird die Einbindung des Berufsstands in das Unternehmenskonto sein, wodurch Steuerberater*innen hier als Intermediäre agieren können. Schließlich wird mit der Einbindung der Steuerberaterplattform im Lohnabrechnungsprozess ein weiterer Use Case geschaffen. Dafür wird eine Vollmachtsdatenbank zur Nutzung in der Sozialversicherung für den Berufsstand errichtet.

Seit Ende des vergangenen Jahres laufen die Arbeiten an der gemeinsamen Fachkräfteinitiative „Steuerfachangestellte“ von BStBK, DStV und DATEV eG. Diese soll beim DEUT-SCHEN STEUERBERATERKONGRESS 2024 ihren Auftakt haben.

Den Delegierten wurden die Ergebnisse der Arbeiten an der Imagekampagne vorgestellt. Unter anderem erfuhren sie Details zur Zielgruppenbefragung, an der über 800 Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren teilnahmen. Den Befragten wurden verschiedene Werbelinien zur Abstimmung vorgelegt, ihr Favorit wurde weiter ausgearbeitet und optimiert. Die Imagekampagne wird ab August 2024 über die zentralen Social Media Kanäle an die Jugendlichen aus-gespielt. Ziel ist, dass sie auf den Beruf Steuerfachangestellte aufmerksam gemacht werden, sich dafür interessieren und idealerweise weiter informieren bzw. bewerben. Die Steuerberaterkammern erhalten ab Mai erste Werbematerialien für die Ansprache in der Region und Weitergabe an den Berufsstand. Weitere Materialien folgen.

Neben der Imagekampagne arbeitet die Arbeitsgruppe an der Sensibilisierungs- und Aktivierungskampagne, die Steuerberater*innen dazu motivieren soll, Ausbildungsplätze in der eigenen Kanzlei anzubieten. Auf einer eigens für den Berufsstand und die Steuerberaterkammern entwickelten Website finden sich Informationen, Materialien und Angebote, die Kanzleien da-zu motivieren sollen, Ausbildungsplätze anzubieten. Ausbildende Kanzleien finden hier zahl-reiche Angebote (u.a. Videos zum Onboarding, Checklisten und FAQs.), die ihnen die Zusammenarbeit mit Jugendlichen erleichtern sollen. Außerdem soll es Marketingmaterial (Fly-er, Power-Point, Give-Aways) für Messe- und Schulbesuche geben. Die Sensibilisierungs- und Aktivierungskampagne startet auf dem DEUTSCHEN STEUERBERATERKONGRESS, das Angebot von Inhalten und Materialien wird sukzessive ausgebaut.

Außerdem diskutierten die Delegierten über weitere steuer- und berufsrechtliche Themen und aktuelle Aktivitäten und Vorhaben auf europäischer Ebene.

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