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Geldwäschegesetz

Steuerberater*innen und Steuerbevollmächtigte sind als Verpflichtete im Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz – GwG) aufgeführt.

Mit der Neufassung des GwG im Jahr 2017 wurden den Steuerberatern und Steuerbevollmächtigten neben den Kundensorgfaltspflichten, wie z. B. der allgemeinen Identifizierungspflicht, weitere umfassende Pflichten im Bereich der Geldwäscheprävention auferlegt:

Im Mittelpunkt steht dabei die stärkere Gewichtung des sogenannten „risikobasierten Ansatzes“. Alle Verpflichteten müssen über ein ihrer Geschäftstätigkeit angemessenes Risikomanagement (§ 4 GwG) verfügen. Das umfasst zum einen die Risikoanalyse (§ 5 GwG) und zum anderen die internen Sicherungsmaßnahmen (§ 6 GwG). Zudem sind erweiterte Pflichten bei den wirtschaftlich Berechtigten und den politisch exponierten Personen (PEP) zu beachten.

Die Einhaltung dieser Pflichten nach dem GwG wird seit diesem Zeitpunkt stärker überwacht. So ist die Steuerberaterkammer gehalten, bei ihren Mitgliedern verdachtsunabhängige Kontrollen zur Einhaltung der Pflichten nach dem Gesetz durchzuführen. Dies erfolgt in der Regel mittels standardisierter Fragebögen aber auch durch Vor-Ort-Prüfungen. Den hierbei eingesetzten Fragebogen finden Sie nachfolgend veröffentlicht.

Die Einrichtungen des elektronischen Transparenzregisters für wirtschaftlich Berechtigte und der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) bei der Generalzolldirektion als Zentralstelle für Verdachtsmeldungen gehen ebenfalls auf die Neufassung des GwG im Jahr 2017 zurück.

Die Steuerberaterkammer stellt zum Themenbereich der Geldwäscheprävention die nachfolgenden Informationen und Materialien zur Verfügung, die ihren Mitgliedern den Umgang mit der nicht einfachen Rechtsmaterie erleichtern soll. Dies ist uns wichtig, da die Steuerberaterkammer zum einen die Aufsicht über die Einhaltung der hieraus folgenden Pflichten bei ihren Kammermitgliedern führt und zum anderen seit 01.01.2020 zugleich auch als Verwaltungsbehörde zuständig ist für die Verfolgung und Ahndung festgestellter bußgeldbewährter Pflichtverletzungen.

Aktuelle Meldungen zum GwG

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GWG Meldungen

Geldwäscheprävention - Umfang der Meldepflichten nach dem GwG, insbesondere in Bezug auf das FIU-Informationsschreiben vom 13. November 2023

Die Bundessteuerberaterkammer weist auf das Schreiben vom 13. November 2023 hin, in dem die FIU die nach dem Geldwäschegesetz (GwG) Verpflichteten zur „Identifizierung auffälliger Sachverhalte im Zusammenhang mit dem Angriff der ... Mehr erfahren

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GWG Meldungen

Geldwäscheprävention und Verhinderung der Terrorismusfinanzierung

Die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (Financial Intelligence Unit – FIU) übermittelte der Bundessteuerberaterkammer am 15. November 2023 Informationen zur Identifizierung auffälliger Sachverhalte im ... Mehr erfahren

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GWG Meldungen

Geldwäscheprävention - Registrierungspflicht bei goAML ab 1. Januar 2024 – Gesetzgeber plant Bußgeldbewehrung

Steuerberater sind Verpflichtete im Sinne von § 2 Abs. 1 Nr. 12 Geldwäschegesetz (GwG) und als solche gemäß § 45 Abs. 1 Satz 2 GwG ab 1. Januar 2024 verpflichtet, sich beim von der Zentralstelle für ... Mehr erfahren

Hinweise und Merkblätter

GWG - Auslegungs- und Anwendungshinweise der SBK Sachsen ab 01.08.2022

GWG - Merkblatt über die Pflichten für Steuerberater vom 12. Oktober 2021

GWG - Auslegungs- und Anwendungshinweise (AAH) vom 12. Oktober 2021

GWG - Hinweise der BStBK zur strafrechtlichen Relevanz der Geldwäsche

GWG - Merkblatt Identifizierung PEP

Anordnungen der SBK Sachsen

GWG - Anordnung wegen Bestellung Geldwäschebeauftragter ab 01.08.2022

GWG - Anordnung Interne Sicherungsmaßnahmen ab 01.08.2022

GWG - Anordnung wegen Bestellung Geldwäschebeauftragter

GWG - Anordnung wegen Interner Sicherungsmaßnahmen

Risikoanalyse

GWG - Beispiel Risikoanalyse mit Risikobewertung

GWG - Risikoanalyse - Arbeitshilfe zur Erstellung

GWG - Risikoanalyse - Beispiel für eine vereinfachte Risikoanalyse

GWG - Risikoanalyse - Ausfüllanleitung für Excel-Tool

GWG - Risikoanalyse - Excel-Tool

Praxishilfen

GWG - Erhebungsbogen Identifizierung jur. Person nach GWG

GWG - Erhebungsbogen Identifizierung nat. Person nach GWG

GWG - Erhebungsbogen verstärkte Sorgfaltspflichten nach GWG

GWG - Musterdokumentation Aufzeichnungspflichten nach GWG

GWG - Fragebogen zur Überprüfung der Einhaltung der Verpflichtungen

GWG - Muster Erhebungsbogen für verstärkte Sorgfaltspflichten

GWG - Muster Erhebungsbogen für die Identifizierung natürlicher Personen

GWG - Muster Erhebungsbogen für die Identifizierung juristischer Personen

Publikationen und weitere Materialien

GWG - Leitfaden der FATF zum risikobasierten Ansatz vom Juni 2019 (engl.)

Der Leitfaden beschreibt u. a. spezifische Risiken der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung für Wirtschaftsprüfer und nennt Beispiele für Risikofaktoren. Er enthält weiter Erläuterungen zur Umsetzung der Pflicht zur Identifizierung des wirtschaftlich Berechtigten, bietet Beispiele für normale, vereinfachte und verstärkte Sorgfaltspflichten.


GWG - Jahresbericht der FIU 2019

GWG- Supranationale Risikobewertung der Europäischen Kommission vom 24. Juli 2019 (dt. Übersetzung)

GWG - Broschüre Erste Nationale Risikoanalyse 2018/2019

Besonders zu beachten sind die Ausführungen auf Seiten 110 f. zum Risiko des Einsatzes von "Strohmann-Konstruktionen", insb. im Immobilienbereich.


GWG - Broschüre Sektorspezifische Risikoanalyse 2020

GWG - Transparenzregister_FAQ

GWG - FATF-Liste der Hochrisikoländer vom 8. November 2021

GWG - Eckpunktepapier zur Bestimmung solcher Sachverhalte, die grundsätzlich nicht die Meldepflicht des § 43 Absatz 1 GwG auslösen

GWG-Info der FIU zur Verhinderung Terrorismusfinanzierung v. 13.11.2023

FIU-Typologiepapier

Das aktuelle Typologiepapier der Financial Intelligence Unit (FIU) liegt vor. Darin enthalten sind besondere Anhaltspunkte für Verpflichtete nach § 2 Abs. 1 Nr. 12 GwG (insbesondere Steuerberater) und die in § 4 Nr. 11 des Steuerberatungsgesetzes genannten Vereine.

Es wird an dieser Stellen nochmals darauf hingewiesen, dass für die elektronische Übermittlung nach dem Geldwäschegesetz (GWG) zu meldenden Sachverhalte das Meldeportal "goAML Web" genutzt werden soll. Zur Portalnutzung ist eine vorherige Registrierung unabdingbar.

Zur Registrierung

Das Geldwäschegesetz – Rechte und Pflichten für Steuerberater

Im Mitgliederbereich der Kammerhomepage steht Ihnen ein aktuelles Online-Seminar der Steuerberaterkammern Sachsen, Südbaden und Thüringen kostenfrei zur Verfügung.

In diesem Seminar bringt Dr. Peter Talaska alle Steuerberater auf den aktuellen Stand zum Thema Geldwäschegesetz. Dabei geht es im Update 2023 sowohl um den Straftatbestand der Geldwäsche als auch um die Pflichten der steuerberatenden Berufe nach dem Geldwäschegesetz. Hier rücken Risikomanagement, allgemeine Sorgfaltspflichten und Meldepflichten in den Blickpunkt.

Zum Online-Seminar

Video-Mitschnitte des gemeinsamen Workshops von FIU und BStBK: März 2023

Im Mitgliederbereich der Kammerhomepage stehen Ihnen zwei Video-Mitschnitte des Workshops von FIU und BStBK zum Thema „Geldwäscheprävention in der Steuerberatung“ vom 21. März 2023 kostenfrei zur Verfügung.

Zu den Mitschnitten

Online-Seminar „Geldwäscheprävention in der Steuerkanzlei“: Sommer 2022

Im Mitgliederbereich der Kammerhomepage steht Ihnen ein aktuelles Online-Seminar der DWS Steuerberater Medien GmbH kostenfrei zur Verfügung. Unter der Überschrift "Geldwäscheprävention in der Steuerberaterkanzlei" befasst sich die Referentin Annamaria Scaraggi-Kreitmayer mit den für Steuerberaterinnen und Steuerberater geltenden Verpflichtungen nach dem Geldwäschegesetz. Die im Sommer 2022 aktualisierten Inhalte sollen Hilfestellung für die Praxis geben

Neben den durch die GwG-Novelle 2017 eingetretenen Änderungen berücksichtigt das Seminar die in der Folgezeit eingetretenen Gesetzesänderungen. Hierzu gehören auch die für Steuerberaterinnen und Steuerberater bedeutsamen Verschärfungen im Zusammenhang mit der Verdachtsmeldepflicht und Regelungen der GwGMeldV-Immobilien.

Zum Online-Seminar

Mitarbeiterschulung – Geldwäsche in der Steuerkanzlei nach GwG

Die DWS Steuerberater Medien GmbH bietet eine Mitarbeiterschulung zum Thema „Geldwäsche in der Steuerkanzlei nach GwG“ online an. Diese richtet sich primär an Mitarbeiter, die schwerpunktmäßig mit steuerrechtlichen oder buchhalterischen Aufgaben betraut sind. Behandelt werden die wesentlichen Grundlagen aus dem Geldwäschegesetzes sowie die elementaren Geldwäsche-Indikatoren, die durch das neue Geldwäschegesetz von 2020 beherrscht werden sollten.

Zur Mitarbeiterschulung

Sanktionen gegen Russland

Die Financial Intelligence Unit (FIU) weist darauf hin, dass Sanktionen der Europäischen Union, u.a.

  • gegen bestimmte Personen, Organisationen und Einrichtungen angesichts der Lage in der Ukraine (Verordnung (EU) Nr. 208/2014)
  • angesichts von Handlungen, die die territoriale Unversehrtheit, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine untergraben oder bedrohen (Verordnung (EU) Nr. 269/2014)
  • als Reaktion auf die rechtswidrige Eingliederung der Krim und Sewastopols durch Annexion (Verordnung (EU) Nr. 692/2014)
  • angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren (Verordnung (EU) Nr. 833/2014)
  • als Reaktion auf die Anerkennung der nicht von der Regierung kontrollierten Gebiete der ukrainischen Regionen Donezk und Luhansk und die Entsendung russischer Streitkräfte in diese Gebiete (Verordnung (EU) 2022/263),

in Kraft getreten sind bzw. demnächst in Kraft treten werden.

In Anbetracht dieser besonderen Sanktionslage bittet die FIU, die sich entwickelnde Rechtslage sorgfältig zu verfolgen und die daraus folgenden Vorgaben entsprechend zu beachten. Im Rahmen von Meldungen, die in diesem Zusammenhang wegen eines Verdachts von Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung abgegeben werden, bittet die FIU dringend darum, bei der Darstellung des Sachverhalts den einschlägigen Sanktionstatbestand zu benennen und folgenden Indikator zu verwenden:

  • B2305 – Transaktion in / aus Staaten, gegen die beispielsweise die EU oder die UN Sanktionen, Embargos oder ähnliche Maßnahmen verhängt hat / haben

Aktualisierte FATF-Liste der Hochrisikoländer

Die Bundessteuerberaterkammer hat uns die aktualisierte Liste der Financial Action Task Force (FATF) der Staaten mit strategischen Mängeln übersandt. Diese steht Ihnen im Mitgliederbereich der Kammerhomepage zur Verfügung. Die sog. graue Liste (Staaten unter erhöhter Beobachtung) wurde am 21. Oktober 2021 aktualisiert, während die sog. schwarze Liste (Staaten mit Aufforderung zum Handeln) auf dem Stand vom 21. Februar 2021 belassen wurde.


Die FATF-Liste steht unseren Mitgliedern zur Verfügung. Bitte loggen Sie sich ein und aktualisieren anschließend diese Seite.

Transparenzregister – Fragen und Antworten

Das Bundesverwaltungsamt hat mit Stand vom 5. Mai 2023 eine aktualisierte FAQ-Liste zum Transparenzregister veröffentlicht. Die FAQ-Liste ist unter dem folgenden Link direkt auf der Homepage des Bundesverwaltungsamts abrufbar:

zu den FAQ (Transparenzregister)

Leitfaden der FATF zum risikobasierten Ansatz

Die FATF hat am 26. Juni 2019 den Leitfaden „Guidance for a Risk-based Approach for the Accounting Profession“ veröffentlicht. Der Leitfaden richtet sich zwar unmittelbar nur an den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer („Accounting Profession“). Da der Leitfaden jedoch feststellt, dass auch Buchführungs- und Steuerberatungsleistungen zum Berufs- und Tätigkeitsbild von Wirtschaftsprüfern gehören, sind die Ausführungen auch für Steuerberater von Interesse.

Leitfaden der FATF zum risikobasierten Ansatz

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat die supranationale Risikobewertung der EU-Kommission ins Deutsche übersetzen lassen, soweit es um die für den Nichtfinanzsektor relevanten Informationen geht:

Deutsche Übersetzung der supranationalen Risikobewertung der EU-Kommission

Erste Nationale Risikoanalyse zur Bekämpfung von Geldwäsche

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat die Ergebnisse der ersten Nationalen Risikoanalyse zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (NRA) veröffentlicht, welche sich neben anderen Berufsträgern auf den steuerberatenden Berufsstand beziehen. Laut BMF müssen die Ergebnisse der Nationalen Risikoanalyse zukünftig von den Verpflichteten des Geldwäschegesetzes gemäß § 5 Absatz 1 Satz 2 Geldwäschegesetz beim Erstellen ihrer eigenen Risikoanalyse berücksichtigt werden.

Besonderes Augenmerk sollte im Rahmen der zukünftigen Tätigkeit von Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern auf das Risiko des Einsatzes von „Strohmann-Konstruktionen“ gelegt werden, insbesondere im Immobilienbereich. Auf diesen Bereich gehen die Seiten 110 und 111 der Nationalen Risikoanalyse ein, welche Ihnen im Folgenden zur Verfügung steht:

Broschüre Erste Nationale Risikoanalyse 2018/2019

Sektorspezifische Risikoanalyse 2020 - Risikobewertung möglicher spezifischer Anfälligkeiten juristischer Personen und sonstiger Rechtsgestaltungen für den Missbrauch zu Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungszwecken in Deutschland

Broschüre Sektorspezifische Risikoanalyse 2020

Berichte der FIU

Die Berichte der Financial Intelligence Unit (FIU) geben einen Überblick über ihre Arbeit zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung unter dem Dach der Generalzolldirektion (GZD). Konkret geht es darin um die Entwicklung der Verdachtsmeldungen, Risikoschwerpunkte, Zusammenarbeit mit nationalen wie internationalen Akteuren und Behörden sowie Arbeitsweise und Anpassung der FIU.

Jahresbericht 2019

Rechtsverordnung zu Meldepflichten im Immobilienbereich

Seit dem 1. Oktober 2020 gilt die vom Bundesministerium der Finanzen erlassene die "Verordnung zu den nach dem Geldwäschegesetz meldepflichtigen Sachverhalten im Immobilienbereich (GwGMeldV-Immobilien)". Sie bestimmt Sachverhalte, bei denen der Verordnungsgeber bei typisierender Betrachtung von dem Bestehen eines Geldwäscheverdachtsfalls ausgeht und daher eine Verdachtsmeldepflicht ausgelöst wird. Diese typisierten Sachverhalte sind nach der Erfahrung der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) und den Erkenntnissen aus der nationalen Risikoanalyse besonders geldwäscherelevant.

Verordnung und Begründung

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