Die Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen vertritt die Interessen von über 3.000 Mitgliedern. Der Aufgabenfokus liegt auf der Förderung und Weiterentwicklung des steuerberatenden Berufes als Freier Beruf und als Organ der Steuerrechtspflege. „Beide Aspekte sind in einer globalisierten Welt nicht mehr selbstverständlich und bedürfen einer stetigen Verteidigung, aber auch Fortentwicklung“, sagt Dirk Rose. Seit 2019 steht der Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwalt als Präsident der Steuerberaterkammer Sachsen vor und wurde im Sommer 2023 mit absoluter Mehrheit wiedergewählt. Fachkreise und Mitglieder schätzen seine Expertise und Weitsicht und akzeptieren seine progressive Haltung, die er beispielsweise zur Digitalisierung und Transformation der Steuerberatung einnimmt. Eng damit verbunden ist sein Engagement bei der Bundessteuerberaterkammer (BStBK) in Berlin. Dem dortigen Präsidium gehörte Dirk Rose ebenfalls seit 2019 an und wurde 2023 als Vizepräsident gewählt. Diese Ämter legte er kürzlich nieder.
Die Bundessteuerberaterkammer setzt sich für ein starkes Fremdbesitzverbot ein, um sich gegen die Aktivitäten internationaler Finanzinvestoren auch auf dem hiesigen Markt zu stemmen. Für Dirk Rose ist die Unabhängigkeit des Steuerberaterberufes ein hohes Gut, das es zu verteidigen gilt. Nach intensiven Gesprächen mit seinen Mitgesellschaftern kollidiert die Realität seiner Kanzlei mit der Position der BStBK zum Fremdbesitzverbot. Für Dirk Rose gab es deshalb nur die Konsequenz des Rücktritts vom Amt des Vizepräsidenten sowie als Präsidiumsmitglied der Bundessteuerberaterkammer. „Dieser Schritt verdient Respekt, gleichwohl er einen Verlust der Stimme für den Berufsstand auf Bundesebene bedeutet“, würdigt Silke Lachmann als Vizepräsidentin der Steuerberaterkammer Sachsen die Entscheidung. Der Vorstand der Steuerberaterkammer Sachsen diskutierte in seiner Sitzung am 04.12.2025 ausführlich die Positionen zum Fremdbesitzverbot sowie die Auswirkungen des Rücktritts von Dirk Rose von der Ämtern bei der BStBK. Dirk Rose konzentriert sich nun ausschließlich auf die Interessen der sächsischen Steuerberater, Steuerbevollmächtigten und Berufsausübungsgesellschaften. Hier stehen unter anderem mit den Transformationsprozessen in den Kanzleien und der Digitalisierung der Steuerberaterprüfung ab 2026 herausfordernde Aufgaben an. Der elfköpfige Vorstand der Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen steht den Berufskolleginnen und Berufskollegen dabei als motivierender und unterstützender Impulsgeber zur Seite.